Doch bevor Cannes vom 17. - 21. Juni erneut zum Hotspot der Kommunikations- und Kreationsbranche wird, werfen wir hier noch einmal einen Blick auf den letzten Segeltörn aus 2018.

20.06.2018 | 09.30 - 12.30 Uhr | Kategorie: Outdoor

Die Jungfernfahrt stand ganz im Zeichen der Kategorie Outdoor Lions. „OoH ist immer noch das politischste Medium und Anlass für öffentliche Diskussion“, eröffnete der Jury-Pate Stephan Vogel seine diesjährigen Betrachtungen und zeigt deutlich seine Begeisterung für das Medium.
 
„Klassische ikonische Plakatlösungen haben nach wie vor ihre absolute Berechtigung und stehen für die Outdoor-Jury auf Augenhöhe mit umwerfenden digitalen Inszenierungen“, so Vogel. Letzteres sei weiterhin eine Herausforderung für deutsche Kampagnen, noch fehlen hierzulande digitale Spielwiesen.
Eine kontroverse Betrachtung konnten die Gäste dem Juror entlocken. Automotive-Kampagnen könnten es in Zukunft schwerer haben. Grund für ihn ist die Gender-Balance in den Juries. Um weibliche Juroren von der Faszination eines Motor-Driven-Cases zu überzeugen, müsse man eleganter ausholen.
  

20.06.2018 | 13.30 - 16.30 Uhr | Kategorie: Mobile & Screens

Kaum wurden die Gäste der ersten Tour wohlbehalten wieder im Vieux Port von Cannes abgesetzt, startete auch schon der nächste Tender in Richtung Inspiration Boat.

Die Tagestemperatur stieg, sodass die 25 Gäste am Mittwochmittag Drinks und Lunch dankbar im Schatten zu sich nahmen.
Von Dolce far niente war jedoch nichts zu merken. Ein spannender Austausch rund um die Entwicklung der Disziplin Mobile Lions entstand, als der diesjährige Juror Oliver Drost einen Einblick in die Kriterien der Löwenauswahl gab.  Zur Diskussion standen 2018 drei sehr unterschiedliche Arbeiten.
 
 
 „Truly mobile“ mussten sie sein, so Drost, „und echte Lösungen für mobile devices liefern“. Nur digital reichte nicht. Die große Leuchtturm-Lösung fehlte. Beeindruckt war Drost jedoch von den vielen Prototypen, die große Hoffnung auf künftige Lösungen für connected devices und VR-Lösungen machen.
 
  

21.06.2018  | 09.30 - 12.30 Uhr | Kategorie: Direct

Nach dem Bergfest der Cannes Lions Woche ist ein kleiner Abstecher auf See mehr als willkommen. Das Motto der dritten Tour waren die Direct Lions und ganz direkt ging es dann auch geführt vom diesjährigen Juror Gerrit Zinke in medias res.
 
Ist Direct nicht das mit den Mailings und Call to action? Weit entfernt, was die zahlreichen neuen Subkategorien belegen. Analoglösungen wie Stempel in Reisepässen stehen im Wettbewerb mit digitaler Real-Time-Technik. Auch AI ist ein Thema bei den Direct Lions, Chat-Bots & Co. lassen grüßen.
"Die neuen Technologien sind angekommen, jetzt geht es darum, sie mit Mehrwert für den User zu befeuern.“, resumiert Oliver Drost. „Nicht nur bei Direct geht es jetzt ganz klar um eines: Wer schafft das Rattenrennen um das nächste große Technik-Ding?“
  

21.06.2018  | 13:00 - 16:00 Uhr | Kategorie: Social Influencer

Auf der letzten Tour fährt immer auch ein wenig Wehmut mit, vor allem bei der Stammbesatzung der Gastgeber. Zwei Tage intensive Gespräche, liebevolles Catering der bordeigenen Köchin, gut gelaunte Gäste, Sonne satt und das azurblaue Wasser ist nur einen Köpper entfernt. Geht schlechter!
Bei so viel Real-Life ist klar, was der inhaltliche Abschluss der Touren war: Social Media&Influencing. Die Kategorie ist neu im Cannes Lions Wettbewerb und Ralf Osteroth hatte gemeinsam mit den Jurykollegen die Chance aber auch die Vorgabe, klare Bewertungsstandards für die Zukunft zu setzen.
 
„Multi-Channeling ist die Königsdisziplin. Wir haben aber genau darauf geachtet, wie individuell die einzelnen Kanäle mit Content-Pieces gespielt wurden. Eine gute Idee reicht allein nicht aus.“, erläuterte Ralf Osteroth. Inhaltlich hat man sich auch in dieser Jury um mehr Business-Relevanz bemüht.