9 OOH-Formate, die Du kennen solltest (und wann man sie einsetzt)

Autorin: Lisa Quaas

Out of Home ist längst mehr als „ein bisschen Plakat an der Straße“. Je fragmentierter der Medienkonsum wird, desto wichtiger werden physische Kontaktpunkte, die viele Menschen zuverlässig erreichen – und sich trotzdem präzise in Kampagnenlogiken einfügen.

Die Frage ist also nicht, ob Du OOH einsetzen solltest, sondern wie: Welches Format spielt seine Stärke an welcher Stelle der Customer Journey aus? Hier kommen 9 zentrale OOH-Formate und ihre optimalen Einsatzbereiche.

1. Digital City Light Poster: flexibel im Stadt- und Retail-Umfeld

Digital City Light Poster kombinieren die Präsenz von analogen Out of Home-Flächen mit der Flexibilität digitaler Ausspielung. Im Straßenraum, an Wartehallen und im urbanen Retail-Umfeld erreichen sie Menschen entlang ihrer Alltagswege. Mit DCLPs hast Du die Möglichkeit, Motive tageszeitlich, situativ oder kampagnenbegleitend zu steuern. So lassen sich Markenaufbau und Aktivierung miteinander verbinden.

In Kombination mit animierten oder perspektivisch gedachten 3D-Umsetzungen können DCLPs zusätzlich für einen Überraschungseffekt sorgen und sie haben darüber hinaus Potenzial für Earned Media auf Social-Plattformen.

Geeignet für: saisonale Kampagnen, Promotion-Phasen, FMCG- und Handelskommunikation, dynamische Botschaften entlang von Arbeits- und Einkaufswegen, aufmerksamkeitsstarke Highlights.

Digital City Light Poster mit alkoholfreier Aperitif-Werbung in belebter Kölner Schildergasse im Sommer.

2. Digital City Light Boards: dynamisch, zeit- und datenbasiert

Digital City Light Boards sind die richtige Wahl, wenn Deine Kampagne nicht nur sichtbar, sondern kontextuell wirken soll. DCLBs erlauben schnelle Motivwechsel, Tests und Optimierungen im laufenden Flight – bis hin zu tageszeit-, orts- oder wetterbasierter Aussteuerung und programmatischer DOOH-Buchung. Damit werden sie zum Bindeglied zwischen klassischer Außenwerbung und digitaler Kampagnenlogik.

Geeignet für: tageszeit- oder wetterabhängige Motive, Countdown-Kampagnen, situative Botschaften („Feierabend? Zeit für …“), Always-on-Strategien, die physische Touchpoints integrieren.

Digital City Light Board zeigt Eiscreme-Werbung in der Fennstrasse in Berlin.

3. City Light Boards: der Reichweitentreiber im Straßenbild

City Light Boards buchst Du, wenn Deine Kampagne nicht nur für Deine Kernzielgruppe, sondern für die Stadt sichtbar sein soll. Die Flächen stehen an stark befahrenen Straßen, Knotenpunkten und Hauptachsen und liefern Dir hohe, planbare Reichweite. Ideal, wenn Du Markenpräsenz im Alltag verankern willst.

Geeignet für: breite Kampagnen, Markteinführungen, Markenaufbau im Upper Funnel, starke Key Visuals mit wenigen Worten.

City Light Board zeigt Automobil-Werbung an Berliner Strasse in Wiesbaden.

4. City Light Poster: Präsenz in der täglichen Routine

City Light Poster sind das kompaktere Standardformat im Stadtbild – gut sichtbar für Fußgänger:innen, Radfahrende und den langsamen Verkehr. Entlang von Einkaufsstraßen, Quartieren und in der Nähe von Haltestellen liefern sie wiederkehrende Kontakte im Alltag. CLPs eignen sie sich ideal, wenn Du Marken im urbanen Lebensumfeld verankern willst.

Geeignet für: FMCG, Handel, Streaming, Fashion, lokale und regionale Kampagnen, Marken, die „in der Stadt zuhause“ sein wollen.

Zwei City Light Poster mit Getränkewerbung in der Metzstraße in Düsseldorf.

5. City Light Säulen: 360°-Sichtbarkeit

City Light Säulen bieten Rundum-Sichtbarkeit und sind im Stadtbild leicht erkennbare Orientierungspunkte. Durch die Positionierung an Plätzen, Promenaden oder in hochfrequentierten Lagen werden CLS für Marken zu markanten Fixpunkten. Besonders stark sind sie, wenn ein Motiv klar gestaltet und aus allen Richtungen lesbar ist.

Geeignet für: Events, Kultur- und Entertainment-Kampagnen, Markenaufbau, Produkte mit ikonischem Key Visual.

City Light Säule am Potsdamer Platz in Berlin zeigt Werbung für Hygieneartikel.

6. Transportmedien: wenn Deine Marke mitfährt

Bus, Tram und U-Bahn sind Deine Formate, wenn sich Deine Kampagne gemeinsam mit der Stadt bewegen soll. Transportmedien begleiten Pendelwege, verbinden Stadtteile und sind sowohl innen als auch außen sichtbar – für Fahrgäste und alle, an denen sie vorbeifahren. So entsteht mobile, regionale Reichweite mit hoher Alltagspräsenz.

Geeignet für: regionale Kampagnen, Imageaufbau, Eventkommunikation, Tourismus sowie Marken, die „unterwegs“ ohnehin eine Rolle spielen (Food to go, Mobility, Quick-Service-Gastronomie).

Eine Tram-Vollbeklebung mit Kosmetikwerbung in der Invalidenstraße in Berlin

7. Digital Poster Gallery & Hintergleisflächen: Wartezeit als Markenbühne

Digitale Poster Galleries und Hintergleisflächen nutzt Du, wenn Du Wartezeit gezielt in Markenkontaktzeit verwandeln willst. Die Blickrichtung der Menschen ist klar auf den Gleisbereich ausgerichtet, die Aufenthaltsdauer ist höher als an der Ampel. Das macht diese Flächen ideal für größere Bilderzählungen, Serienmotive oder Produkte, die ein bisschen mehr Erklärung brauchen.

Geeignet für: erklärungsbedürftige Produkte, Storytelling-Kampagnen, Serienmotive, Branding-Motive mit mehreren Botschaftsebenen.

Digital Poster Gallery im U-Bahnhof Friedrichstraße in Berlin zeigt Werbung für Reisegepäck.

8. Airport-Medien: Zugang zu kaufkräftigen und reisefreudigen Zielgruppen

Flughafenmedien buchst Du, wenn Deine Zielgruppe eher mit Business-Trolley als mit Jutebeutel unterwegs ist – oder wenn Du Menschen mit ausgeprägtem Fernweh ansprechen willst. Airports bieten internationale, häufig überdurchschnittlich kaufkräftige und gut gebildete Zielgruppen, die sich über klar definierte Wege bewegen und dabei Zeit zum Hinsehen haben.

Geeignet für: Finanz- und Versicherungsmarken, Tech, B2B, Travel, Luxus- und Geeignet-Angebote sowie alles, was mit „next“, „Upgrade“ oder „global“ zu tun hat.

City Light Poster zeigt Werbung für Audio-Streaming-Dienst am Hamburger Flughafen.

9. Station Brandings und Floor Graphics: immersive Inszenierung

Station Brandings und Floor Graphics sind die richtige Wahl, wenn Deine Marke nicht nur sichtbar, sondern erlebbar werden soll. Großflächige Inszenierungen, Leitmotive und Bodengestaltung verwandeln Bahnhöfe in Markenräume. Wer hier wartet oder vorbeiläuft, bewegt sich buchstäblich durch Deine Story, inklusive entsprechender Erinnerungsleistung.

Geeignet für: Produkteinführungen, Event-nahe Kommunikation (Konzerte, Sport, Messen), Highlight-Kampagnen, Brand Collaborations, Inszenierungen mit hoher PR- oder Social Relevance.

Und jetzt? Formate nicht nur kennen, sondern klug kombinieren

Kein Medienformat kann alles – das zu wissen, ist eine Stärke. Verschiedene Out of Home-Formate bringen unterschiedliche Vorteile mit sich: City Light Boards bauen Reichweite, DCLBs bringen Dynamik, Flächen am POS setzen Kaufimpulse, 3D- und Brand-Inszenierungen sorgen für Gesprächsstoff. Die Kunst liegt darin, Formate nicht isoliert zu betrachten, sondern sie entlang Deiner Kampagnenlogik und Customer Journey zu kombinieren: vom schnellen Blick im Straßenbild bis zum vertieften Markenerlebnis. Vergiss dabei auch nicht, die Verknüpfung von OOH mit anderen Medien im Blick zu haben. Richtig kombiniert entfalten die OOH-Formate zusätzliche Wirkung.

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