Wie kann die Wartehalle der Zukunft aussehen? Wir testen es – mitten in Berlin.

Autorin: Katharina Kunisch

Gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben haben wir diese Woche an der Haltestelle Spandauer Straße/Marienkirche eine neue Test-Wartehalle in Betrieb genommen. Der Name ist Programm: Hier wird getestet, was Fahrgästen im Alltag wirklich hilft.

Vier Personen stehen vor einer modernen Wartehalle mit Digital City Light Board und Defibrilator.

Dafür enthüllten beim offiziellen Auftakt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG, Jean-François Decaux, Wall-Gesellschafter und Co-CEO von JCDecaux, Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin und Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (im Bild v.l.n.r.) die Wartehalle der Zukunft.
Moderne Haltestellen sollen mehr können, als Schutz vor Regen zu bieten. Deswegen erproben wir in unserer Test-Wartehalle unter realen Bedingungen, wie sich Sicherheit, Komfort, Information und Nachhaltigkeit direkt im Straßenraum verbessern lassen.

Die Key Features der Wartehalle der Zukunft sind:

  • eine direkte Sprechverbindung zur BVG-Sicherheitsleitstelle
  • digitale Fahrgastinformation
  • öffentliches WLAN
  • USB-Lademöglichkeiten
  • Solarelemente auf dem Dach
  • ein integrierter Defibrillator für medizinische Notfälle

Perspektivisch wird außerdem geprüft, wie Kameraunterstützung im Notfall helfen kann, Situationen schneller einzuschätzen und gezielter zu reagieren. Im aktuellen Testbetrieb wird dafür zunächst eine Kameraattrappe eingesetzt.

Wir wollen herausfinden, was im Alltag wirklich funktioniert, was Fahrgästen hilft und welche Lösungen künftig sinnvoll weiterentwickelt werden können. Deshalb sind auch die Berliner*innen gefragt: Über einen QR-Code direkt an der Haltestelle können Fahrgäste Feedback geben und ihre Erfahrungen teilen.

Die Zukunft des Wartens beginnt also genau jetzt. Und wenn sie dabei auch noch den Handy-Akku rettet: umso besser.